Grünhainichen
Hier sind Engel zu Hause! Seit vielen Jahren sind die geschnitzten und gedrechselten Figuren aus dem erzgebirgischen Grünhainichen bei Sammlern in aller Welt begehrt. In vielfältigen Varianten und zugleich unverwechselbar präsentieren sie sich dem Kenner. Natürlich sind es vor allem die Engelchen, die von Grünhainichen aus auf die Reise gehen. Aber auch Spieldosen, Schwibbogen, Spanschachteln und mancherlei anderes Liebenswertes aus Holz werden hier gefertigt.
Der Ort kann auf eine Jahrhunderte alte Tradition im Umgang mit dem Holz verweisen. Doch auch der Handel hat Grünhainichen einst als Spielwarenverlegerdorf berühmt gemacht. „Klein-Leipzig“ - dieser Beiname belegt die vielgestaltigen Aktivitäten der Bürger auf Messen und Märkten seit dem 17. Jahrhundert. Ein einmaliges technisches Denkmal ist bis heute erhalten geblieben - die über 350 Jahre alte Spanziehmühle.
Wer Grünhainichen besucht, kann sich an einer reizvollen Landschaft erfreuen. Der Ort liegt malerisch am steilen Südhang zur Flöha. Romantisch ist das Flußtal und von der Höhe erblickt man die Silhouette der Augustusburg und die Bergrücken des oberen Erzgebirges. Naturfreunde und Liebhaber erzgebirgischer Volkskunst kommen hier gleichermaßen auf ihre Kosten.
Börnichen
Weiträumig von Wald umgeben ist das Dorf ein idealer Ausgangsort für Wanderlustige. Börnichen gilt als Tor zum Bornwald, der zu jeder Jahreszeit mit gut ausgeschilderten Wander- und Reitwegen und den beiden Neunzehnhainer Talsperren einen besonderen Anziehungspunkt darstellt.
Die Stille und das kristallklare Wasser, eine große Vielfalt der Pflanzen-und Tierwelt - hier finden Naturfreunde und Erholungssuchende alles, was das Herz begehrt. Idyllische „Ecken“ gibt es genug im Erzgebirgsort und seiner Umgebung. Dazu gehört auch die Schwarzmühle, in der ebenso wie in der Räucherhütte, seit Generationen das sonst fast ausgestorbene Handwerk des Holzformenstechens ausgeübt wird. So manches kunstvoll geschnitzte Butterförmchen aus Großmutters Küchenschrank stammt aus Börnichen. Schnitz- und kunstgewerbliche Werkstätten zeugen von der seit Jahrhunderten engen Bindung der örtlichen Produktion an das Holz.
Wer auf Gemütlichkeit und Erholung wert legt, kommt hier voll auf seine Kosten.
Waldkirchen
Waldkirchen liegt am Osthang des Zschopauflusses. Kommt man aus Richtung Grünhainichen, bietet sich dem Betrachter ein herrliches Erzgebirgspanorama. Steil geht es hinab und der mittlere Ortsteil „Stein“ erhält seinen besonderen Reiz durch die dicht an den Felsen geschmiegten Fachwerkhäuser. Zu den schönsten erhaltenen historischen Gebäuden zählt das ehemalige Blaufarbenwerk, in der Flußaue gelegen. Kobalt wurde dort einst zu „Blauer Farbe“ gebrannt. Das kostbare Gut wurde bis Venedig und Delft verschickt. Ein Bauwerk von symbolhafter Bedeutung ist die kleine, auf der Höhe nach Grünhainichen stehende Kirche. Einst diente sie als Gotteshaus für die Einwohner von Börnichen, Borstendorf, Grünhainichen und Waldkirchen. Heute wird sie noch als Begräbniskapelle genutzt. Landschaftsprägend sind die engen Serpentinen der Straße nach Zschopau. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, von Waldkirchen aus die schöne Umgebung zu erkunden, sei es zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Ob im schattigen, romantischen Tal der Zschopau oder in luftiger Höhe, die Landschaft ist abwechslungsreich und lädt immer wieder zum Schauen und Verweilen ein.

Informationen:
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Kultur/Tourismus
Chemnitzer Str. 41
09579 Grünhainichen
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